Navigator
Potential Skills
Zufügung: Einsames und fernes Segel
Lv. 1Kritische Rate +4%.
Wenn Gegner mit Erstarrung oder Korrosion belegt werden, erhält der Anwender Verursachter Kryo-SDN und Verursachter Natur-SDN +4% sowie Kritische Rate +2% für 15 Sek. Wird dieser Effekt vom Anwender ausgelöst, verdoppelt sich die erhaltene Steigerung.
Effekte desselben Namens sind nicht kumulierbar.
Weapon History
Möchtest du die Geschichte des Boten Falken Gravning hören? Kaum ein Terraner erinnerte sich an seinen Namen. Woran sie sich jedoch erinnerten, war sein Job – er war Katastrophenbote. Falken wurde an der Grenze von Kazimierz geboren und begann seine einsame Karriere bereits in jungen Jahren. Strammen Schrittes durchstreifte er Gebirge und durchquerte Flüsse, um Dörfer, Siedlungen und Städte mit verifizierten Daten über sich ankündigende Katastrophen zu versorgen, die ihren unvermeidlichen Untergang bedeuten würden. Er war kein Retter. Das Einzige, was er tun konnte, war, die Menschen vor den „sich nähernden Schritten der Vernichtung“ zu warnen. Manche waren dankbar, andere begegneten ihm missmutig. Im Laufe der Jahre musste er kalte, hasserfüllte Blicke, schlimme Beleidigungen und sogar tätliche Angriffe über sich ergehen lassen. Und er wurde Zeuge schwerwiegender Opfer. Seine Seele befand sich im Würgegriff ständiger Schwermut. Zu Beginn seines 53. Lebensjahrs beschloss er, sein Heimatland hinter sich zu lassen und seine letzten Jahre auf dem neu entdeckten Planeten, Talos-II, zu verbringen. Hier in der neuen Welt galt er nicht länger als „Prophet des Untergangs“, sondern als gewöhnlicher Bote. In diesen kurzen Jahren blieben die friedlichen Weiten von Talos-II von Katastrophen und der stets präsenten Gefahr der Zerstörung verschont. Dies erfüllte Falken mit Frieden – ein Gefühl, das ihm fremd geworden war. Er nahm seinen Rucksack und durchstreifte die Lande zwischen den Pionierbasen, um Briefe zuzustellen, Vorratslieferungen zu eskortieren und Informationen zu überbringen. Wenn ihm Zeit für sich selbst vergönnt war, setzte er seine Reisen allein fort. Er schusterte sogar ein paar Originium-Geräte zusammen, um ein rudimentäres Fluggerät zu bauen. Zwar bewegte es sich auf seltsame Weise durch die Luft, doch er konnte es in der unerforschten Wildnis landen. Er bestieg majestätische Gipfel, watete durch finstere Sümpfe und hinterließ in dieser unberührten Welt seine Fußstapfen. Er begann, sich eine wunderbare Zukunft für das von Katastrophen verschont gebliebene Land vorzustellen: Sobald er sich zur Ruhe setzte, würde er in irgendeinem Tal eine Holzhütte bauen. Für den Sommer würde er sich einen Rückzugsort auf einem Berggipfel schaffen, auf dem er die saubere, frische Luft genießen könnte. Sein Notizbuch war gefüllt mit Pfaden, Routen, Höhenlinienkarten und Ideen für sein „perfektes Heim“. Mit jedem Fußabdruck, den er in der Welt hinterließ, vervollständigte sich seine Karte. Bis zu jenem Tag. Dem Tag, an dem die Ankhors vom Himmel fielen und die Aggeloi über die Menschheit herfielen. Wieder einmal waren die Menschen dazu gezwungen zu fliehen, so wie sie es schon in Zeiten großer Katastrophen tun mussten. In dieser Ära des Chaos nahm Falken wieder seinen alten Beruf auf. Er war der verlässlichste Wegweiser von allen und führte die Überlebenden auf einem erbitterten Pfad in Richtung Süden. Die Leute berichteten, wie er es allen Widrigkeiten zum Trotz immer wieder schaffte, den Weg nach vorn abzustecken. Er flog sogar mit seinem baufälligen Fluggerät in einen Sturm und kehrte mit einem Schwerverletzten zurück. Mit Erfahrung, Durchhaltevermögen und Tapferkeit bahnte er den Flüchtlingen mehrere Pfade, die ihr Überleben sicherten. Unzählige Außenposten, Dörfer und Siedlungen existieren nur dank seiner Wegmarkierungen und verbalen Richtungsangaben. Ohne Falken als ihren Wegweiser hätten viele den Zivilisationsgürtel nicht lebend erreicht. Doch das war nicht das Ende von Falkens Reise. In seinen letzten Lebensjahren setzte er seine Reise gen Süden fort. Er überquerte die Gebirge und erkundete den ganzen Gürtel, bis er schließlich die Küste eines riesigen Ozeans erreichte. Der Legende nach soll Falken dann an Ort und Stelle ein Schiff gebaut haben und losgesegelt sein, um einen Ort zu finden, der noch weiter südlich liegt. Danach wurde Falken nie wieder gesehen. Eine Geschichte war unter den ozeanischen Navigatoren von Talos-II besonders beliebt: Falls man da, wo der Himmel und der Ozean aufeinandertrafen, eine Wolke sah, die die Form eines aufgerichteten Masts mit vollem Segel hatte, wäre das „Falkens Segel“ – ein Zeichen für gutes Wetter. Die Leute nennen ihn den „Navigator“. Man erzählte Falkens Geschichte in jeder Stadt, jeder Schule und an jedem Hafen. Er war ein Bote, ein Pfadfinder, ein einsamer Reisender und derjenige, der in der dunkelsten Stunde ein Leuchtfeuer für die Menschen war. Mieszko Industries führt diese Philosophie mit Stolz fort. Unsere neueste Reihe in diesem Jahr ist durchdrungen vom Geist des Navigators. Sie ist jeder ehrgeizigen und tapferen Seele gewidmet, die es kaum erwarten kann, die grenzenlose Zukunft beim Schopf zu packen. „Das ist nur ein Werbetext. Ist das alles?“ „Natürlich nicht. Ich werde bald diese Abhandlung über die Geheimnisse des Falken Gravning vorstellen.“ „Oh?“ „Falken Gravning zog weiter Richtung Süden, weil er glaubte, dass sich womöglich am Südpol dieser Welt ein weiteres, bislang unentdecktes Kosmisches Tor befindet.“ „Noch ein … Kosmisches Tor? Ist das überhaupt möglich?“ „Wer weiß? Niemand kann das beweisen oder widerlegen. Am Ende des Ozeans fand er vielleicht einen Weg nach Hause oder er verschwand einfach unter den Wellen“. „Also …“ „Was den ‚Navigator‘ also am Ende seines Lebens dazu ermutigte, weiterzumachen, war nicht seine Leidenschaft für Entdeckungen oder Abenteuer. Es war ein viel tiefer liegendes Bedürfnis – er wollte nach Hause.“