
Die gefräßige Ketzerin
2 Stückset
Erhöht den KRIT-SCH um
4 Stückset
Erhöht den durch Standardangriffe verursachten SCH des Trägers um
Reliktstücke

Kranialapparat der Ketzerin
HEAD
In der Intelligenzia-Gilde gibt es ein Sprichwort: „Ein verdecktes Gesicht ist ein Symbol der Weisheit.“ Aber im Gegensatz zur rationalen Selbstbeherrschung eines Gipskopfes blitzen die Instrumente auf dem Kopf der Gelehrten voller Gefahr und verbotener Geheimnisse auf. „Es heißt, sie höre nie auf, Lobotomien an sich selbst durchzuführen, dass sie bereit sei, ihre eigenen Synapsen zu opfern, nur um mit dem Genie Schritt zu halten.“ „Man sagt, sie behandle graue Hirnsubstanz wie rohes Fleisch und ihr Schädel sei von jahrelangen Selbstexperimenten völlig durchlöchert.“ Sie schenkte dem Geflüster keine Beachtung, bis sie von ein paar Wichtigtuern aufgehalten wurde. Sie starrten auf die Elektrodenleitungen an ihrer Metallhülle und wollten aufgeregt wissen, ob sie wirklich eine heilige Seele entweiht hatte. Die Gelehrte lachte höhnisch. Ein Mechanismus öffnet sich mit einem scharfen Klicken, das durch die Hallen des Lernens hallt, während Elektroden wie ein Sternenhimmel flackern. Wunderschöne, verzweigte Strukturen entfalten sich im Inkubator und denken mit Lichtgeschwindigkeit, während Signale durch Milliarden von Zellen rasen und tiefgründiges Wissen sowie Inspiration übertragen. „Feiglinge. Euch fehlt selbst der Mut, die Wahrheit zu ergründen, und doch maßt ihr euch an, andere zu lehren, wie man nach den Grenzen des Wissens sucht?“ Dies waren die letzten Worte, die sie inmitten aufsteigender Wellen des Keuchens und der Ausrufe hinterließ. Weitere 43.824 Systemstunden später hieß die Technologie-Abteilung eine reine Gelehrte willkommen. Sie trieb in einem riesigen Tank voller Zerebrospinalflüssigkeit, hatte sich jedoch mit den dunkelsten Geheimnissen des Universums verbunden.

Injektionshandschuhe der Ketzerin
HAND
Wie kann eine flache Schale einen riesigen Wal enthalten? Wie kann ein einziger Verstand Wissen fassen? Sie gab alles für die Interpretation: Blutvergießen ist die leichteste Zierde, Verwirrung durfte nie existieren. Jetzt ruht die Metallspritze stumm dort drüben, ihr Zylinder durchströmt von uralten Genen, die Geheimnisse bergen, welche das Gewöhnliche übersteigen. Sie hatte es an unzähligen lebenden Versuchsobjekten getestet, doch dieses Mal stieß sie die Nadel in ihre eigene Arterie. In dem Moment, als die sengende Essenz durch ihre Adern schoss, zersplitterte die Welt in eine Milliarde flackernde Lichter. Sie fiel. Durch Schicht um Schicht aus Dunkelheit, zurück in den Urozean des erwachenden Lebens. Er brüllte und stürzte auf ein uraltes Land herab, während die Götter ihre kolossalen Schatten aus vergangenen Zeitaltern über das Universum warfen. Sie „sah“ es: die Gondel, die gegen den Strom ankämpfte, die abgerissene und zu Boden geschleuderte Maske des Mimen. Ein winziges, unbedeutendes Staubkorn, das lachte und weinte zugleich und auf sie „selbst“ zustürmte. Das Selbst war eine Bestie, verborgen in den Falten des Universums. Verschlingend, reißend, schluchzend, auskostend. ... Einen Vollmond im Ganzen verschluckend. Sie schreckte hoch, während zugleich brühend heiße Flüssigkeit aus jeder Körperöffnung strömte. Sie hob die Hand, spürte das Karmesinrot, das ihre Finger befleckte, und brach dann wie eine Närrin in Gelächter aus: „Das ist es also ... Wir müssen den Pfad der Regression beschreiten. Sie warten dort auf uns!“ „Es bedarf nicht der kleinlichen Schranken des menschlichen Verstandes: Einfach interpretieren, was vor uns liegt, und der Ursprung des Universums wird sich offenbaren.“ Sie war sich sicher, einen Blick in den Abgrund des Wissens geworfen zu haben.

Vernunftszwangsjacke der Ketzerin
BODY
Zuerst war es nur ein gewöhnlicher Laborkittel, etwas, das sie trug, während sie sich zwischen Inkubatoren und Terminals bewegte. Mit jeder weiteren Injektion, so sagten die Leute in ihrem Umfeld, wurde sie immer unnahbarer. Sie schenkte ihnen keine Beachtung: Bei der Suche nach Wissen ist kein Platz für Sentimentalität. Dann kam der Unfall, tief in der Nacht. Sie verlor das Bewusstsein. Die Überwachungskameras zeichneten nur ein paar verzerrte Bilder auf, doch sie wusste besser als jeder andere, was *sie* getan hatte. Der Assistent hatte sich über seine Notizen gebeugt und Daten erfasst. Dann sah er auf, sein Gesicht vor Entsetzen erstarrt. Zerreißen, Spritzen, Schreien ... ... Fliehen. Sie öffnete ihre Augen wieder. Sie konnte thermisches Infrarot „sehen“. Ihre Hände waren in eine Art Wärme getaucht. Sie löschte das Gedächtnis ihres Assistenten komplett und formte geschickt seinen Körper neu, eine triviale Fußnote unter ihren Forschungsleistungen. Was ihre eigene Verwandlung anging, hatte sie nichts zu sagen. „Um zu verhindern, dass weitere Vorfälle den Fortschritt des Experiments stören, bringe bitte ein paar Fixierungen an meinem Laborkittel an.“ Als sie die letzte Schnalle ihres Gurtzeugs schloss, kristallisierte sich allmählich ein Gedanke in ihrem Verstand heraus: „Diese physische Hülle ist zu einer Beeinträchtigung geworden. Das menschliche Nervensystem war nie dazu bestimmt, die Last der Entschlüsselung von Wissen zu ertragen.“ „Welches Gefäß könnte Weisheit ertragen?“ Ein *größeres* Gehirn ... vielleicht?

Hungerstiefel der Ketzerin
FOOT
Sie verlässt ihr Labor selten, doch ihre „Fußabdrücke“ bedecken jeden Winkel des Kosmos. Das Leben gedeiht stets üppiger in urtümlichen Regionen, die von den hinterlassenen Spuren der Vorfahren wimmeln. Vonwacq, der uralte Thestang-Baum: Die Überreste des Leviathans müssen mit dem Blut der Ranger genährt werden. Ahatopia, das Reich der Imagenasis: Fleisch und Blut müssen sich mit dem Phantasmond verflechten. ... Doch als sie in den Abgrund blickte, sickerte der Abgrund in ihr tiefstes Wesen ein. Sie erinnerte sich noch an jenen Tag, als sie versehentlich ein paar Tropfen eines experimentellen Reagenzmittels verschüttete. Sie blickte an sich herab und die Spitzen ihrer Stiefel waren zu einem feuchten Spalt aufgerissen, dessen Gewebe mit Reihen grotesker Zähne ausgekleidet war. „Hungrig ... hungrig ... hungrig ...“ „So hungrig! So hungrig! So hungrig!“ Er heulte, er nagte und erzählte ihr von seinem unstillbaren Hunger. Sie wusste, wer er war. Sie hatte seine Augen unzählige Male benutzt, um sich selbst zu sehen. Das war er, dachte sie, nicht wahr? Ewig hungernd, ewig verlangend ... „So hungrig! So hungrig! So hungrig!“ Sie lächelte und sperrte es in einen Käfig, wobei sie lauschte, wie dieses ausgehungerte Heulen langsam in ein klägliches Wimmern überging, das ihr galt ... Sie träumte bereits davon, dass eines Tages in der Zukunft selbst der mächtige Leviathan sein Wissen im Gegenzug preisgeben wird.
